Die Biotonne im Winter

Wissen / 01. Dezember 2020

Reihe schneebedeckter Biotonnen

Am 1. Dezember ist aus Sicht der Meteorologen Winteranfang. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten sehr gering ist, bleiben wir nicht von frostigen Temperaturen verschont. Damit der Wintertraum nicht zum Müllalbtraum wird, legen wir eine kurze Pause vom Lebkuchen ein und beschäftigen und damit, was man bei seiner Biotonne im Winter beachten sollte. Wir zeigen Euch die wichtigsten Tipps und Tricks.

#1 – Frost ist (schl)echt für die Tonne!

Bioabfälle in Zeitung auf Tonnenrand

Wer eine Biotonne besitzt und auch nutzt, kommt an dem Problem Frost im Winter nicht vorbei. Denn wer möchte schon mitten in der Adventszeit mit einer überquellenden oder kaputten Biotonne dastehen? Aber keine Panik: Mit einigen simplen Tricks, die wenig Zeit erfordern, wird das Frostproblem der Vergangenheit angehören.

Wichtig zu erwähnen ist noch Folgendes: Sollte deine Biotonne nicht oder nur zum Teil geleert werden können, weil aufgrund der Kälte der Biomüll in der Tonne festgefroren ist, hast du keinen Anspruch auf eine nachträgliche Entsorgung durch die Müllabfuhr. Was wiederum bedeuten würde, dass du im schlimmsten Fall wieder vier Wochen auf den nächsten Abholtermin warten müsstest. Mit dieser kleinen extra Motivation machen wir uns jetzt daran herauszufinden, wie wir unserer Biotonne das optimale Wellnessprogramm für den Winter bieten können.

Die Hauptursache für festgefrorenen Biomüll sind nasse oder feuchte Bioabfälle wie Kaffeefilter, -pads oder Teebeutel. Der beste Weg ist zur Vermeidung ist, die feuchten Bioabfälle erst abtropfen zu lassen, oder sie in eine oder mehrere Lagen Zeitungspapier einzuschlagen und erst dann in die Biotonne zu tun. Wer sich selbst eine Tüte für seinen Bioabfall aus Zeitungspapier falten möchte, findet bei smarticular eine ganz einfache Anleitung.

Alternativ kann man die Bioabfälle auch in kompostierbaren Papiertüten sammeln und samt Papiertüte in die Biotonne werfen. Wer die #wirfuerbio-Kampagne schon länger verfolgt, weiß natürlich, dass hierfür keine kompostierbaren Plastiktüten infrage kommen. Für alle anderen empfehlen wir unsere Landingpage zum Thema kompostierbares Plastik.

#2 – Was tun gegen Frost in der Biotonne?

Bioabfälle in Zeitungspapier

Wenn die kälteren Tage bevorstehen, solltest du beim Befüllen der Biotonnen folgende Dinge beachten, um Frost in der Biotonne zu verhindern:

  • Feuchte Bioabfälle antrocknen lassen oder in eine Lage Zeitungspapier einschlagen, um ggf. Feuchtigkeit aufzusaugen (kein Farb-/Hochglanzpapier)
  • Biomüll, bevor er in die Tonne gegeben wird, für circa eine Stunde rausstellen; abgekühlter oder angefrorener Bioabfall friert weniger in der Tonne fest
  • Boden der Biotonne mit einigen Lagen oder geknülltem Zeitungspapier ausstatten. Aber denk dran: Die Biotonne ist aber nicht für die Altpapierentsorgung vorgesehen.
  • Kurz vor Entleerung der Biotonne mit einem Spaten durch seitliches Herunterfahren an den Innenwänden der Tonne die Bioabfälle lösen. Vorsicht, bei starkem Frost wird der Kunststoff spröde und die Tonne kann dabei beschädigt werden.

#3 – Wohin mit Tannenzweigen und Co.?

Hand hält einzelnen Tannenzweig

Grundsätzlich gilt bei Biomüll, dass man die Biotonne nicht bis zum Anschlag vollpressen sollte. Besser ist, wenn der Biomüll oder die letzten zusammengefegten Blätter locker in der Biotonne liegen. Gerade Blätter können helfen, dass der Biomüll nicht so schnell in der Tonne festfriert.

Mit der Weihnachtszeit häufen sich bei manchen die Tannenzweige. Das Tannengrün kann in der Biotonne entsorgt werden – solange sich keine Störstoffe wie Drähte o. Ä. bei den Tannenzweigen befinden. Gleiches gilt auch für den Weihnachtsbaum, auch wenn hier eine Entsorgung an einer öffentlichen Sammelstelle deutlich platzsparender ist.

Weitere nützliche Tipps für den Umgang mit deinem Biomüll und deiner Biotonne findest du in unseren Blogbeiträgen zur Biotonne im Herbstim Sommer und im Frühjahr.

Mach mit und sei #wirfuerbio – Biomüll kann mehr!