Dein Biomüll kann mehr: 7 praktische Tipps für zu Hause

Biomüll ist eine echte Ressource. Denn aus organischen Abfällen wird in Bioabfallbehandlungsanlagen grüne Energie. Zudem wird aus Bioabfall Kompost für den Garten oder Balkon. Wir zeigen euch, wie viel Energie im Biomüll steckt und wie ihr ihn verwerten könnt, bevor er in der Tonne landet. Denn einige Obst- und Gemüsereste lassen sich vorher noch prima im Haushalt nutzen. Unsere Haushaltstipps und Beispiele zeigen euch, wie man das Beste aus Küchenabfällen rausholt!

Echte Kraftpakete: So viel Energie steckt in Bananenschalen

Die Banane ist ein echter Kraftprotz, denn sie liefert eine Menge Energie. Über 12 Kilo Bananen essen die Deutschen pro Kopf in einem Jahr. Da kommt einiges an Bananenschalen zusammen! Die Schale der Banane ist wertvoll für Biogasanlagen. Denn einer Biogasanlage zugeführte Bioabfälle eignen sich unterschiedlich gut, um Wärme oder Strom zu gewinnen. Je höher der Biogasertrag des Abfalls, desto mehr COkann eingespart werden. Bananen haben einen relativ hohen Biogasertag. Mit der Energie aus 20 Bananenschalen kann ein Biogas-Auto einen Kilometer weit fahren. Pro gefahrenen Kilometer können so im Vergleich mit Benzin- oder Dieseltreibstoff etwa 100 Gramm COgespart werden. Bananen liefern also nicht nur einen Kickstart für deinen Tag, sondern auch für eine Bioabfallbehandlungsanlage oder dein Elektrofahrzeug. Echt stark!

Der bei der Vergärung entstehende Biogasertrag ist direkt abhängig von der Bioabfallart. Hier findet ihr eine Übersicht.

Starke Alleskönner: die vielseitige Kartoffel

Wusstest du, dass auch Kartoffelschalen super vielseitig einsetzbar sind? Wenn du das nächste Mal Kartoffeln kochst, dann wirf die frischen Schalen nicht gleich weg. Denn statt einen chemischen Entkalker zu kaufen, kannst du ganz einfach und natürlich die Kartoffelreste im Wasserkocher mit heißem Wasser aufgießen und am nächsten Morgen ist der Wasserkocher wieder blitzblank! Auch keimende, grüne Kartoffeln sind zu schade, um sie direkt wegzuwerfen. Schneide die Kartoffeln in Scheiben und lege sie auf einen Teller in den Kühlschrank – ein einfaches Hausmittel gegen unangenehme Gerüche! Die Kartoffelschalen können danach im Biomüll entsorgt und so noch weiter verwertet werden.

Rundum gesund mit Deutschlands Lieblingsobst: dem Apfel

Rund, knackig und gesund: Das Lieblingsobst der Deutschen ist und bleibt der Apfel! Von ihm muss kein Teil in den Biomüll, denn die Schale ist besonders vitaminreich und auch der Kern lässt sich prima verdauen. Sollte doch einmal etwas von der Schale übrig bleiben, kann man aus ihr einen leckeren Tee zaubern – ganz ohne Farb- oder Aromastoffe. Einfach die Schalenreste auf einem Tuch trocknen lassen – im Sommer unter der Sonne, im Winter auf der Heizung.  Sobald die Schalen getrocknet sind, könnt ihr sie mit heißem Wasser übergießen und fertig ist der selbstgemachte Apfeltee. Mit einem Löffel Honig und etwas Zimt wird’s besonders lecker.

Sauer macht lustig: So natürlich reinigen Zitronen

Zitronen runden so ziemlich jedes Gericht ab und auch im Haushalt machen sie sich prima! Bevor du das nächste Mal deinen Geschirrspüler anmachst, gib ein paar Zitronenschalen in den Besteckkorb. Das spart Klarspüler und es duftet zitronig-frisch. Mit unbehandelten Zitronen kannst du auch ganz einfach Salz aromatisieren. Einfach die Zitronenschale abreiben und mit Salz vermengen. Fertig! Funktioniert übrigens auch mit Orangenschalen.

Zu gut zum Wegwerfen? Alternative Foodsharing

Du hast mehr gekocht als du essen kannst und möchtest nicht Tage lang dasselbe essen? Frisch zubereitete Gerichte kannst du über foodsharing verschenken.  Die Initiative foodsharing ist eine kostenfreie Plattform, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Lebensmittel zu retten. Private Haushalte sowie kleine und große Betriebe stellen ungewollte und überproduzierte Lebensmittel zur Verfügung. Falls doch mal etwas überbleibt, entsorge deine Essenreste nicht etwa in der Toilette, sondern im Bioabfall. Darüber freut sich die Biogasanlage, denn Essensreste liefern besonders hohe Gaserträge und somit mehr Energie.

Hier kannst du dich bei foodsharing registrieren und mitmachen!

Auch ohne grünen Daumen: Zwiebeln nachziehen ist kinderleicht

Wusstest du, dass du Lauch und Frühlingszwiebeln ganz einfach selbst nachziehen kannst? Stelle die Wurzeln einfach in ein Glas Wasser auf die Fensterbank und wechsle das Wasser alle paar Tage. Nach etwa zwei Wochen bilden sich neue Triebe und du kannst die Pflanzen in Erde eintopfen. So kannst du super einfach und günstig deine eigenen Frühlingszwiebeln nachziehen. Das Ganze funktioniert übrigens auch mit Zwiebeln.

Noch weißere Wäsche? Das Sonntagsei, das kann so allerlei!

Zum Frühstück am Sonntag gehört für Viele das Frühstücksei. Die Eierschale darf natürlich in den Biomüll, kann aber vorher noch anderweitig verwendet werden! Denn Eierschalen machen graue Wäsche wieder weiß. Natürlich, ganz ohne Chemie. So geht’s: Wasche die Eierschalen ab, zerkleinere sie und packe sie dann in einen Nylonstrumpf oder ein Leinensäckchen. Das kann beim nächsten Waschgang direkt mit in die Trommel und sorgt für strahlend weiße Wäsche.

Extra-Tipp für Hundehalter: Ein- bis zweimal pro Woche könnt ihr eurem Vierbeiner Eierschale über’s Futter zerbröseln. Eierschale ist ein idealer und natürlicher Calcium-Lieferant.

Du hast noch mehr Tipps auf Lager? Teile sie mit uns!

Wusstest du, wie viel Energie in Bananenschalen steckt und was man aus Biomüll machen kann, bevor er in der Tonne landet? Probiere unsere Tipps aus, und teile deine Erfahrungen mit uns. Haben wir einen wichtigen Trick vergessen oder hast du Anregungen und Ergänzungen? Wir freuen uns auf deine Nachricht.