So einfach! 5 nützliche Tipps zum Sammeln von Biomüll

Umweltschutz beginnt in den eigenen vier Wänden, genauer gesagt in der Küche. Ein Glück, dass die Natur oft schon selbst für die passende Verpackung sorgt! Die übrig geblieben Abfälle sind eine wertvolle Ressource, die in Strom umgewandelt werden kann. In diesem Beitrag zeigen wir euch, wie ihr am besten mit übrig geblieben Bioabfällen umgeht. 5 einfache Tricks zum Sammeln von Biomüll!

Bevor es losgeht… Was kommt eigentlich in den Biomüll?

In den Biomüll gehören:

  • Essensreste, auch Gekochtes (eingewickelt in Zeitungspapier)
  • alte Lebensmittel (ohne Verpackung)
  • Obst-/Gemüsereste, Schalen, auch von Zitrusfrüchten
  • Kaffeesatz, -filter, Tee, Teebeutel, Eierschalen
  • Küchenpapier
  • Grün-/Strauchschnitt, Laub, Blumen

Und was gehört nicht in den Biomüll?

Nur wenn der Bioabfall frei von Störstoffen ist, wird daraus hochwertiger Biokompost, der den Pflanzen wichtige Nährstoffe zum Wachsen liefert. Mit Plastik verunreinigter Bioabfall führt zu Mikroplastik im Kompost und damit in unserer Nahrungskette.

Auch „kompostierbare“ Plastiktüten gehören nicht in den Biomüll. Innerhalb des Produktionsprozesses von Biogasanlagen werden auch kompostierbare Beutel nicht sicher vollständig biologisch abgebaut. Die Zersetzungszeit dieser Tüten liegt deutlich über den Produktionszeiten der industriellen Kompostanlagen. Wir wollen saubere Komposterde und funktionierende Anlagen für mehr Bioenergie.

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Tipp 1: der passende Behälter

Viele Abfallwirtschaftsbetriebe, aber auch Supermärkte und Online-Shops bieten passende Behälter zum Sammeln von Biomüll in der Küche an. Auf dem Foto seht ihr die verschiedenen Vorsortierer des Abfallwirtschaftsbetriebes des Landkreis Karlsruhe. Beim sogenannten Vorsortierer ist vor allem die Größe wichtig, denn eine einzelne Person verursacht natürlich weniger Biomüll als eine ganze Familie. Je mehr Personen in einem Haushalt leben, desto größer sollte der Vorsortierer sein.

Außerdem ist eine gute Belüftung des Biomülls von Vorteil. Dafür sorgen Behälter mit Luftschlitzen und kompostierbare Papierbeutel. So trocknet der Inhalt leichter und der Biomüll bleibt hygienisch. Einige Behälter verfügen sogar über einen Filter, der unangenehme Gerüche mindern soll. Die beste Hilfe gegen einen unangenehm riechenden Bioabfalleimer in der eigenen Küche ist das regelmäßige Entleeren in die große Biotonne. Gerade für diejenigen, die häufig oder täglich frisch kochen, empfiehlt es sich, den Biomüll am Morgen auf dem Weg zur Arbeit oder zur Uni direkt in die Hand zu nehmen.

Tipp 2: Zeitungen doppelt nutzen

Gegen unangenehme Gerüche hilft auch unser nächster Tipp: Unbeschichtetes Zeitungspapier bindet besonders gut Gerüche und darf auch in die Biomülltonne. Damit findet die Zeitung nach dem Lesen eine weitere sinnvolle Verwendung. Zeitungspapier minimiert die Feuchtigkeit im Vorsortierer. Entweder werden die Bioabfälle mit Zeitungspapier umwickelt, bevor sie in den Abfallbehälter wandern, oder man legt einzelne Lagen Zeitungspaper in den Bioabfall, damit Nässe aufgesaugt wird.

Man kann auch seine eigene Papiertüte für den Biomüllbehälter basteln. Die Stadtreinigung Berlin zeigt im obigen Video wie es funktioniert! Zeitungspapier kann aber auch allein zum Einsatz kommen.

In einem Einpersonenhaushalt kann Zeitungspapier den Biomüllbehälter für die Küche ersetzen. Einfach eine Seite aus der Zeitung ausbreiten und den Biomüll einwickeln oder die Faltanleitung der Stadtreinigung verwenden und die Zeitungstüte ohne weiteren Behälter verwenden. Natürlich wandert der Biomüll nicht eigenständig in die große Biotonne. Für dieses Vorgehen mit selbst gefaltetem Behälter aus Zeitungspapier sollte direkt im Anschluss die große Biotonne aufgesucht werden.

Tipp 3: Papier kommt uns voll in die Tüte!

Auch eigens für die Biotonne hergestellte Papiertüten dürfen in die Biotonne! Man findet sie mittlerweile in allen gut sortierten Drogerien und Supermärkten. Der Preis liegt dabei im Schnitt bei einem Euro pro zehn Tüten.

Wir haben eine eigene Kampagnentüte. Das Besondere an der #wirfuerbio Papiertüte in der Übersicht:

  • Unsere Tüte macht durch ihre stabilen Griffe den Weg zur großen Biotonne besonders komfortabel.
  • Das nassfeste Spezialpapier ist stabiler als bei den meisten „normalen“ Papiertüten. So bleibt die Papiertüte auch bei feuchtem Bioabfall reißfest.
  • Für den Druck werden nur umweltfreundliche Farben auf Wasserbasis ohne Lösungsmittel und Schwermetalle verwendet.
  • Die Herstellung der Tüte findet ausschließlich in Deutschland statt. So können wir lange Transportwege vermeiden.
  • Um Ressourcen zu schonen, werden unsere Papiertüten zu 100 Prozent aus Recyclingpapier hergestellt und pro 1000 verkaufter Papiertüten wird ein neuer Baum gepflanzt.

Tipp 4: kompostieren in Eigenregie

Wenn ihr einen Garten habt, ist das Kompostieren eine Möglichkeit, Bioabfälle in Eigenenergie zu verwerten. Die Kompostanlagen der Abfallwirtschaftsbetriebe arbeiten nach dem gleichen Vorbild, dem natürlichen Kreislauf. Im Garten dauert zwar alles etwas länger, aber es funktioniert, wenn der Kompost richtig angelegt und befüllt wird. Der Clou: Ihr sorgt so selbst für wertvollen Nachschub an nährstoffreicher Erde für euren Garten. Wichtig: Auf den heimischen Kompost dürfen keine Fleisch- und Milchprodukte entsorgt werden. Tierische Lebensmittel locken Ratten und Ungeziefer an.

Wie ihr euch einen Komposthaufen anlegen könnt, zeigt euch der NABU.

Tipp 5: Da ist ja der Wurm drin!

Wer einen heimischen Garten hat, kann sich dafür nützliche Haustiere zulegen! In einer Wurmkiste aus Holz fressen Kompostwürmer den Bioabfall und scheiden ihn als natürlichen Dünger wieder aus. Der ist voll von Nährstoffen, nützlichen Mikroorganismen und ganz ohne Chemikalien. Wichtig: Die Würmer mögen keine Fleisch- und Milchprodukte, Zitrusfrüchte, gekochte Speisen und Schimmliges.

Wurmkisten kann man selbst bauen oder auch kaufen. Eine Anleitung zum selbst bauen findet ihr hier.

Bonustipps: Bevor der Biomüll in der Tonne landet…

Einige Bioabfälle lassen sich – trotz der Tatsache, dass es sich um Abfälle handelt – weiterverwenden, bevor sie in der Tonne landen! Mit unseren Bonustipps zeigen wir euch, wie Biomüll zum wahren Alleskönner wird.

Zwiebeln nachziehen leicht gemacht

Nicht jeder hat einen grünen Daumen, deswegen ist unser nächster Tipp wirklich kinderleicht. Zwiebeln, Lauch und Frühlingszwiebeln kannst du ganz einfach selbst nachziehen. Darüber freut sich auch dein Geldbeutel!

So einfach geht’s: Lass ein daumendickes Stück oberhalb der Wurzel übrig und stelle es so in ein Glas Wasser, das nur die Wurzeln bedeckt sind. Das Glas samt Pflanze stellst du auf die Fensterbank und wechselst das Wasser alle paar Tage, sodass sich kein Schimmel bilden kann. Nach etwa zwei Wochen bilden sich neue Triebe und du kannst die Pflanzen eintopfen.

So herrlich zitronenfrisch

Zitronen runden so ziemlich jedes Gericht ab und auch im Haushalt sind sie ein echtes Allround-Talent. Bevor du also das nächste Mal deinen Geschirrspüler anmachst, gib ein paar Zitronenschalen in den Besteckkorb deiner Spülmaschine. Damit sparst du dir sogar den Klarspüler und gleichzeitig sorgen die ätherischen Öle in der Zitronenschale für einen frischen Duft.

Du hast noch mehr Zitronen übrig? Die kannst du perfekt nutzen, um deinen Biomüll-Behälter sauber und frisch zu halten. Reibe einfach die Innenseite der ausgepressten Zitronen gegen die gesäuberte Innenseite deines Behälters. Lasse den Zitronensaft kurz einwirken und spüle den Behälter dann mit Wasser aus. Das beugt schlechten Gerüchen im Biomüll-Behälter vor.